Viagra war lange zeit der Platzhirsch auf dem Markt für Potenzmittel. Erst fünf Jahre nach der Marktzulassung von Viagra bekam man Konkurrenz aus dem Hause Lilly Pharma: Cialis hieß das Präparat, das Tadalafil als Wirkstoff einsetzte. Auch hierbei handelt es sich um einen PDE-5-Hemmer, der gegen die erektile Dysfunktion helfen soll.

Cialis ist ein Potenzmittel vom Pharma-Konzern Lilly Pharma und richtet sich speziell an Männer mit erektiler Dysfunktion.

Wie Viagra auch wird die kleine Pille oral eingenommen und kann so zu häufigeren und längeren Erektionen verhelfen, sodass Sex kein Problem mehr darstellt. Unterschiede gibt es neben dem Wirkstoff vor allem beim Wirkungseintritt und dessen Dauer.

Die Entwicklung von Cialis

Cialis stammt von Lilly Pharma, einem Pharma-Konzern aus den USA (Indianapolis), das heute zu den größten Herstellern von Medikamenten gehört. Das Potenzmittel Cialis war jedoch einer der größten Erfolge des Konzerns: Als dessen Wirkstoff Tadalafil 2002 zugelassen und veröffentlicht wurde, konnte die kleine Pille schnell zum größten Viagra-Konkurrenten aufsteigen. Vor allem sogenannte Non-Responder, also die Patienten, die keine Wirkung bei der Einnahme von Viagra verspürten, hatten endlich neue Hoffnung. Und Cialis enttäuschte nicht, denn: Die Erfolgsquote ist bei Cialis sogar noch höher als bei Viagra.

Die Wirkung von Cialis

Die Wirkungsweise von Cialis ist identisch zu Viagra: Der in Cialis enthaltene Wirkstoff Tadalafil ist ebenfalls ein PDE-5-Hemmer, das dazu beiträgt die Wirkung des Enzyms, das für die Erschlaffung des Penis verantwortlich ist, zu lindern. Für den Patienten bedeutet das, dass eine verbesserte Durchblutung des Penis erreicht wird – eine verbesserte Erektionsfähigkeit ist die Folge.

Patienten, die Cialis einnehmen, verspüren die Wirkung meist nach rund 30 Minuten – aber auch von einem Zeitraum von rund 12 Stunden ist die Rede, was wohl der größte Nachteil des Wirkstoffs Tadalafil ist. Auf der anderen Seite hält der Effekt bis zu 36 Stunden an – aus diesem Grund kann Cialis in niedriger Dosierung auch durchgehend eingenommen werden, um das Sexleben nicht mehr zu stark planen zu müssen. Erhältlich ist Cialis in Dosierungen von 5 Milligramm, 10 Milligramm und 20 Milligramm pro Tablette – im Vergleich zu den Viagra-Dosierungen von bis zu 100 Milligramm Sildenafil pro Tablette, ist das sehr wenig und untermauert die Wirksamkeit des Potenzmittels zusätzlich. Die Erfolgsquote trägt zusätzlich zum Erfolg von Cialis bei: 86 Prozent der Patienten bemerken eine erhöhte Erektionsfähigkeit.

Wenige minderschwere Nebenwirkungen machen Cialis zu einem leicht bekömmlichen Potenzmittel. Häufig genannt werden ungefährliche Muskel-, Kopf- oder Rückenschmerzen. Auch Verdauungs- oder Hörstörungen sind in seltenen Fällen möglich – sie verschwinden jedoch allesamt wieder, wenn das Präparat abgesetzt wird. Gefährlich ist lediglich die gleichzeitige Einnahme von Nitrit-haltigen Medikamenten oder der Konsum der Szene-Droge Poppers: Ein plötzlicher starker Abfall des Blutdrucks ist die Folge, der sogar tödlich enden kann.

Der Cialis-Wirkstoff Tadalafil ist ebenso wirksam, wie ungefährlich, wenn die Einnahme nach dem empfohlenen Schema erfolgt. Bis heute kann sich Lilly Pharma mit seinem Präparat behaupten, auch wenn zahlreiche Generika auf dem Markt erschienen sind.