Impotenz, Erektionsstörungen oder Potenzprobleme meinen die Unfähigkeit eine Erektion aufzubauen und halten zu können – die erektile Dysfunktion, wie sie in Fachreisen genannt wird, ist keine Seltenheit. Millionen Männer auf der ganzen Welt sind davon betroffen, wobei diese Störung vor allem bei Männern im höheren Alter festgestellt wird. Dennoch sind auch junge Männer nicht davor geschützt. In der Ursachenforschung ist man bereits sehr weit – so kann in vielen Fällen ermittelt werden, dass die erektile Dysfunktion auf psychische Ursachen zurückzuführen ist. Doch nicht immer ist das der Fall.

Die erektile Dysfunktion ist oft auf Stress, fehlendes Selbstwertgefühl oder andere psychische Symptome zurückzuführen, denn auch der Mann muss sich auf die Liebe konzentrieren können, um sich voll und ganz fallen zu lassen – dass der Mann immer kann, ist ein weitverbreiteter Irrglaube.

Männer, die demnach keine Erektion aufbauen oder halten können, sollten sich zu allererst mit Problemen beschäftigen, die „im Kopf“ entstehen oder entstanden sind, dessen Auslöser sehr oft im gesellschaftlichen oder beruflichen Umfeld gefunden werden können, beispielsweise:

  • Stress im Beruf
  • Neid auf (berufliche) Erfolge anderer
  • Probleme in der Partnerschaft

Mit Gesprächen kann hier bereits viel erreicht werden. Werden die Probleme aus der Welt geschafft, ist die erektile Dysfunktion oft kein Thema mehr. Auch die Einnahme von Potenzmitteln kann hier helfen, beispielsweise wenn das Problem in der Angst die Partnerin nicht befriedigen zu können begründet ist. Allerdings ist die Psyche keineswegs der einzige Auslöser für Potenzstörungen. Auch organische Ursachen können der Auslöser sein. Die erektile Dysfunktion ist nämlich nur bei rund der Hälfte der Fälle psychischer Ursache.

Organische Auslöser der erektilen Dysfunktion

Forscher fanden heraus, dass die erektile Dysfunktion oft durch organische Fehlfunktionen ausgelöst wird. Vor allem die Tatsache, dass Potenzstörungen oft durch Durchblutungsstörungen im Penis hervorgerufen werden, untermauern diese These zusätzlich. So kann die erektile Dysfunktion beispielsweise durch folgende Erkrankungen ausgelöst werden:

  • Vaskuläre Erkrankungen: Durchblutungsstörungen, also eine zu geringe Blutzufuhr und oder ein zu hoher Blutabfluss, kann dazu führen, dass Erektionen zum Problem werden.
  • Neurogene Erkrankungen: Eine Störung des zentralen oder peripheren Nervensystems kann.
  • Endokrine Erkrankungen: Unter die endokrinen Ursachen werden beispielsweise Hormonstörungen eingeordnet.
  • Kavernöse Erkrankungen: Zu den kavernösen Ursachen zählt beispielsweise eine Schädigung des Penis- oder Schwellkörper-Gewebes.

Je nachdem, um welche organische Ursache es sich handelt, sind verschiedene Behandlungswege möglich. So kann eine vaskuläre Erkrankung beispielsweise sehr gut mit Potenzmitteln, wie beispielsweise Viagra oder entsprechenden Ausweichmedikamenten und Generika behandelt werden. Andere Ursachen wiederrum benötigen einen invasiven Eingriff, um die Symptome zu lindern.

Der Besuch bei einem Facharzt (Urologen) ist unbedingt erforderlich, um entsprechende organische Ursachen der erektilen Dysfunktion abzuklären und Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Zusätzlich kann hier geklärt werden, ob überhaupt ein organisches Problem vorliegt, oder ob die Erektionsstörung psychischer Natur ist.