Viagra ebnete vor mehr als 15 Jahren einst den Weg, andere Präparate folgten: Im Kampf gegen die Erektionsstörung beim Mann, auch Erektile Dysfunktion genannt, haben auch andere Medikamente ihre Nische auf den Arzneimittelmarkt gefunden und werden mittlerweile ebenfalls erfolgreich zur Therapie eingesetzt. Eines dieser Mittel hört auf den Namen Levitra und arbeitet ähnlich wie der Potenzmittel-Pionier aus dem Hause Pfizer. Denn auch in Levitra kommt ein so genannter PDE-5-Hemmer zum Einsatz, der beim Mann wieder für eine Erektion sorgt. Der Wirkstoff heißt Vardenafil.

Definition einer Erektionsstörung

Von einer Erektionsstörung spricht man, wenn es dem Mann über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten nicht möglich ist, eine Erektion zu bekommen oder diese aufrechtzuerhalten, um den Geschlechtsverkehr ausüben zu können. In vielen Fällen ist die Blutzufuhr zum Penis gestört und die glatte Muskulatur des Penisschwellkörpers kann sich nicht entspannen. Erektionsstörungen treten häufig bei Männern fortgeschrittenen Alters auf, doch auch jüngere Patienten können von ihr betroffen sein. Sind bei ihnen oft psychische Gründe wie etwa Stress im Job oder Leistungsdruck der Auslöser, können bei älteren Patienten auch ernstere Ursachen hinter eine Erektionsstörung stecken. So kann zum Beispiel eine Arterienverkalkung hinter dem Problem stecken. Diese wiederum kann im Extremfall zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Depressionen, Diabetes oder die Nebenwirkungen diverser Medikamente können eine Erektionsstörung ebenfalls begünstigen.

Wie helfen Levitra und Vardenafil?

Levitra ist ein Medikament in Tablettenform, welches im Jahr 2003 von der Firma Bayer HealthCare auf den Markt gebracht wurde. Es enthält den Wirkstoff Vardenafil. Wie bereits erwähnt, gehört Vardenafil zur Familie der PDE-5-Hemmer. Diese sorgen durch einen biochemischen Vorgang dafür, dass sich die glatten Muskeln des Penisschwellkörpers wieder entspannen können und ein verstärkter Blutfluss zum Glied stattfindet. Dies wird erreicht, indem durch die Einnahme von Levitra ein Enzym gehemmt wird, welches normalerweise für den Abbau einer Erektion verantwortlich ist. Hierbei kommt es zu einem Anstieg von cyclischem Guanosinmonophosphat (cGMP), wodurch eine Erektion ermöglicht wird.

Welche Risiken oder Nebenwirkungen gibt es?

Kaum ein Arzneimittel ist frei von unerwünschten Nebenwirkungen oder mitunter auch Kontraindikationen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Levitra. So kann es beim Gebrauch zu Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Gesichtsrötung oder zu einer Nasenschleimhautentzündung kommen. Ferner sollte das Medikament nicht bei einer bestehenden Herzschwäche eingenommen werden. Gab es in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten. Eine gleichzeitige Gabe von Nitraten darf nicht erfolgen.

Woher bekommt man Levitra?

Levitra ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das von einem Arzt verordnet wird. Aufgrund der bereits erwähnten Erkrankungen, die einer Erektionsstörung zugrunde liegen können, ist eine ärztliche Abklärung vor der Einnahme zwingend nötig. Der Mediziner wird dann über die richtige Therapie sowie über das passende Medikament mit der richtigen Dosierung entscheiden. Vorsicht ist geboten bei Internetangeboten von nicht-authorisierten Händlern. Diese können zum Beispiel aufgrund von Verunreinigungen gefährlich sein. Außerdem ist nicht immer der nötige Wirkstoff oder die entsprechende Menge enthalten.