SpedraViagra, Cialis, Levitra – spricht man über Erektionsstörungen und deren Behandlungsmöglichkeiten, kommen beinahe automatisch diese Präparate zur Sprache. Vor allem Viagra aus dem Hause Pfizer genießt natürlich einen Sonderstatus, hatte es doch bei seiner Markteinführung im Jahr 1998 die Arzneimittelbranche gehörig umgekrempelt. Für die Männerwelt sollte sich der Umgang mit der Erektionsstörung von diesem Zeitpunkt an für immer verändern. Im Laufe der Zeit drängten jedoch auch andere Präparate auf den Markt, die ebenfalls zur Behandlung der Erektilen Dysfunktion eingesetzt werden.

Ein relativ neues Medikament auf dem Markt ist Spedra. Wie auch andere Potenzmittel setzt es auf einen PDE-5-Hemmer als Wirkstoff. In diesem Fall heißt er Avanafil.

Was ist Spedra und wie wirkt es?

Spedra wird von der Berlin-Chemie AG vertrieben und ist in den Dosierungen 50mg, 100mg und 200mg erhältlich. In den USA läuft es unter dem Verkaufsnamen Stendra. Wie bereits erwähnt, kommt auch bei Spedra ein so genannter PDE-5-Hemmer zum Einsatz: Avanafil. Der Wirkstoff selbst ist von der Vivus INC. Ein PDE-5-Hemmer blockiert ein Enzym, das dafür sorgt, dass die Erektion abgebaut wird. Dadurch kann ein erhöhter Blutfluss zum Penis stattfinden, zudem entspannen sich die glatten Muskeln des Penisschwellkörpers. Dadurch besteht eine erhöhte Erektionsfähigkeit, ein normales Sexualleben rückt somit wieder in greifbare Nähe.

Worin bestehen die Risiken bei der Einnahme von Spedra?

Wie bei jedem anderen Medikament, kann es auch bei Spedra zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Rücken- und Kopfschmerzen sowie Gesichtsrötung und eine verstopfte Nase können beim Gebrauch von Spedra bzw. Avanafil auftreten. Eine gleichzeitige Gabe von Nitraten, die etwa zur Behandlung einer Angina Pectoris eingesetzt werden, stellt eine Kontraindikation da. Hat es in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall gegeben, ist äußerste Vorsicht geboten. Gleiches gilt bei einer bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankung. Der behandelnde Arzt, der bei länger andauernden Erektionsstörungen immer aufgesucht werden sollte, wird über weitere Risiken aufklären und entscheiden, in welcher Dosierung Spedra oder ein ähnliches Präparat angewendet werden kann.

Definition der Erektionsstörung

Kann ein Mann keinen steifen Penis bekommen oder die Steife über einen ausreichenden Zeitraum aufrechterhalten, liegt eine Erektionsstörung vor. Von einer ernsthaften Erektionsstörung spricht man, wenn die Beschwerden über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten bestehen. Vor allem bei älteren Patienten ist dann Vorsicht geboten, wenngleich auch jüngere Männer an diesem Beschwerdebild leiden können. Geht man bei ihnen allerdings meist von einer psychischen Ursache wie etwa Stress im Job oder Leistungsdruck aus, können bei Männern im fortgeschrittenen Alter auch ernsthaftere Erkrankungen hinter der Erektilen Dysfunktion stecken. Zum Beispiel kann es sich um Arteriosklerose handeln, die im schlimmsten Fall auch andere Organe des Körpers betreffen kann. Herzinfarkte oder Schlaganfälle können die Folge sein. Diabetes, Depressionen oder die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente können eine Erektionsstörung ebenfalls begünstigen.

Auf jeden Fall sollten Betroffene einen guten Arzt konsultieren, der dann über die richtige Behandlungsweise entscheiden wird. Eine Selbstmedikation ohne vorherige Absprache mit dem Arzt ist – bei allem Verständnis für das vorhandene Schamgefühl – nicht zu empfehlen und kann sogar gefährlich sein.