Männern wird nachgesagt, dass sie immer können, weil sie nicht so sensibel sind wie Frauen und Sex für Sie eher eine körperliche, als eine psychische Angelegenheit ist. Dieser Irrglaube ist allerdings ein ernsthaftes Problem, denn: Auch Männer können durch psychische Ursachen so eingeschränkt sein, dass das Liebesleben auf der Strecke bleibt. Erektionsprobleme sind dabei vor allem auf den Faktor Stress zurückzuführen, der verschiedene Ursachen und Auswirkungen haben kann.

Männer, die ihre Partnerin nicht befriedigen können, fühlen sich entmannt. In den wenigsten Fällen hat dies jedoch eine organische Ursache. Viel mehr sind psychische Faktoren ausschlaggebend dafür, dass keine Erektion zustande kommt. Wichtig ist dabei, zu verstehen, warum auch Männer mit dem Kopf bei der Sache sein müssen, um ihren Mann zu stehen.

Sex ist nämlich in keiner Weise nur ein körperlicher Akt – auch Hormone, Hirn und Psyche müssen fit sein.

Stress-Ursachen

Wenn Stress die männliche Psyche so sehr blockiert, dass ein normales Liebesleben nicht mehr möglich ist, führt das in einer Beziehung zu Differenzen. Um die Situation zu verbessern, ist es deshalb notwendig, die Ursache für den Stress zu ergründen, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. So kann Stress beispielsweise folgende Ursachen haben:

  • Stress im Beruf, beispielsweise Ärger mit Kollegen oder dem Chef, anstrengende und zeitraubende Projekte, Misserfolge
  • Stress Zuhause: Differenzen mit der Partnerin, Geldprobleme etc.
  • Druck von der Partnerin: Frauen, die ihre Partner unter Druck setzen und „viel verlangen“ setzen unter Druck – die Angst zu Versagen bedeutet großen Stress und kann zu Erektionsstörungen führen.
  • Fehlendes Selbstwertgefühl: Viele Dinge können auf das Selbstwertgefühl drücken, beispielsweise Misserfolge im Beruf, Neid auf andere (weil sie erfolgreicher sind) und Ähnliches.

All diese Punkte lösen Stress aus und führen im schlimmsten Fall auch dazu, dass die Lust auf Sex ausbleibt, denn: Die Psyche ist so stark, dass sie körperliche Funktionen beeinflussen kann – der Hormonhaushalt wird gestört, der Blutdruck verändert sich. Und auch der Liebestrieb ist davor nicht geschützt.

Gegenmaßnahmen um psychischen Stress zu lindern

Wer die Ursache des Stresses ergründet hat, kann entsprechend reagieren, um diese Quellen abzustellen. Auch ein Gespräch mit einem Psychologen kann helfen, die Ursachen zu ergründen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass auch der Mann sich in seiner Haut wohlfühlt – Physiologie und Psychologie hängen dabei sehr eng miteinander zusammen:

  • Sport treiben und gesunde Ernährung hilft, das Selbstwertgefühl und das Wohlbefinden zu steigern, denn Sport ist nicht nur gesund, sondern macht den Kopf frei.
  • Männer, die ihre Partnerin in die Probleme einweihen, haben in den meisten Fällen einen Gesprächspartner, der sich dafür interessiert, warum es in der Liebe nicht klappt. Gemeinsam kann dann an den Ursachen gearbeitet werden, sodass der Sex bald wieder klappt.
  • Stressfaktoren, die auf den Beruf zurückzuführen sind, sollten speziell betrachtet werden. Man sollte sich selbst fragen, ob eine berufliche Neuorientierung Sinn macht – vor allem dann, wenn der Stress so groß ist, dass auch körperliche Symptome wahrgenommen werden können.

Die Annahme, dass Männer immer können, entspricht nicht der Wahrheit, auch wenn das immer noch ein weitverbreiteter Irrglaube ist. Auch bei Männern spielt die Psyche eine große Rolle – Stress kann zum absoluten Liebeskiller werden. Soweit sollte es jedoch nicht kommen. Wer rechtzeitig reagiert, die Partnerin einweiht und entsprechende Maßnahmen ergreift, kann Stress-Symptome abbauen und sein Liebesleben wieder genießen.