Professor Frank Sommer aus Hamburg entdeckte in einer Studie, dass eine Elektrotherapie dabei helfen kann, die Erektionsfähigkeit zu verbessern. Rund 250 Probanden nahmen an der Studie teil – 93 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die Potenzprobleme vermindert haben.

Potenzstörungen sind ein weitverbreitetes Problem: Tausende Männer leiden unter den Symptomen der erektilen Dysfunktion, wobei vor allem ältere Männer betroffen sind. Mit Viagra erschien im Jahr 1998 das erste hoch-effektive oral-einnehmbare Potenzmittel, das endlich dazu verhalf, die erektile Dysfunktion in den Griff zu bekommen. Einige Jahre später wurden auch Cialis und Levitra zugelassen – heute gibt es zusätzlich zahlreiche günstige Generika mit ebenso großer Wirkung.

Problematisch wird es allerdings, wenn der Patient zu den sogenannten Non-Respondern gehört und die Medikamente damit unwirksam sind. Eine neue Studie scheint nun einen Ausweg entdeckt zu haben: Elektrostimulation soll Erektionsprobleme lindern können.

Der Ablauf der „Strom-Studie“

Die Initiatoren der Studie unterteilten die Studienteilnehmer in zwei Gruppen auf. Gruppe 1 erhielt drei Mal pro Woche eine Elektro-Therapie, die auf den Schwellkörper und den Beckenboden abzielten. Gruppe 2 wiederrum wurde mit Viagra behandelt – 100 Milligramm täglich gab es hier für die Studienteilnehmer.

Die Dauer der Studie betrug sechs Monate. Danach stellten Professor Sommer und sein Team die alles entscheidende Frage: „Hat sich die Erektionsfähigkeit dank der Strom-Therapie verbessert?“. Die Antworten waren überwältigend, denn 93 Prozent beantworteten die Frage mit Ja.

Es handelt sich hier zwar nur um eine erste Studie, dessen Ergebnisse durch weitere Untersuchungen bestätigt werden müssen, allerdings scheint es so, dass die Schwellkörper- und Beckenboden-Muskulatur durch leichte Stromstöße „geheilt“ werden können – es bleibt abzuwarten, ob sich diese Form von Therapiemöglichkeit durchsetzen kann.