Potenzmittel sind längst ein etabliertes Mittel gegen die erektile Dysfunktion. Vor allem Viagra, das bereits 1998 vom US-Pharma-Unternehmen Pfizer veröffentlicht wurde, ist dabei unter den Patienten besonders beliebt, denn: Nicht nur die Tatsache, dass Viagra mit dessen Wirkstoff Sildenafil das erste Potenzmittel-Präparat war, auch die große Erfolgsquote von 82 Prozent trug zum Erfolg bei. Gleichsam bedeutet das jedoch auch, dass 18 Prozent der Anwender keine Wirkung verspüren und damit nach anderen Wirkstoffen Ausschau halten müssen, um die Erektionsstörung in den Griff zu bekommen.

Die gruppe der sogenannten „Viagra-Nonresponder“, beschreibt die Patienten, die keine Veränderung bei der Einnahme von Sildenafil, dem Viagra-Wirkstoff, verspüren. Die Symptome der erektilen Dysfunktion bleiben – Frustration und Angst davor, nie wieder ein normales Sexleben führen zu können, machen sich breit. Doch mit den Präparaten Cialis und Levitra sowie deren Generika gibt es zwei weitere Wirkstoffe, die dabei helfen können, die Symptome der erektilen Dysfunktion zu lindern.

Tadalafil – der Cialis-Wirkstoff

Cialis ist ein Präparat, das rund fünf Jahre nach Viagra auf den markt kam und ebenso große Erfolge, wie Viagra aufweisen konnte. Der Wirkstoff Tadalafil gehört ebenso wie Sildenafil zur Gruppe der PDE-5-Hemmer – dennoch können Viagra-Nonresponder hier eine Wirkung verspüren, denn der chemische Aufbau des Wirkstoffs unterscheidet sich, nicht jedoch die Wirkungsweise. Auch hier wird die Durchblutung des Penis optimiert, um so wieder zu häufigeren und längeren Erektionen zu verhelfen. Wer also auf Viagra nicht „anspringt“ sollte Cialis ausprobieren.

Vardenafil – der Levitra-Wirkstoff

Das Medikament Levitra wurde vom deutschen Bayer Health Care Konzern entwickelt. Der Wirkstoff heißt hier Vardenafil und gehärt wie Tadalafil und Sildenafil zu den PDE-5-Hemmern. Der große Erfolg des Präparats ist dabei vor allem auf eine hohe Erfolgsquote und Verträglichkeit zurückzuführen. Auch hier gilt: Wenn die Einnahme von Viagra (oder Cialis) keine Verbesserung hervorruft, könnte Levitra zum Heilsbringer werden.

Generika als Ausweg?

Mittlerweile gibt es zu allen Original-Präparten entsprechende Generika – auch sie können den Non-Respondern helfen. Achten sollte der Patient dabei auf den Wirkstoff, denn: Viagra-Generika beinhalten ebenfalls den Viagra-Wirkstoff Sildenafil. Für einen Viagra-Nonresponder wird also auch mit einem Viagra-Generikum keine Verbesserung eintreten. Hier bieten sich dann eher Generika der Präparate Cialis oder Levitra als kostengünstige Alternativen an.

Viagra-Nonresponder sollten nicht den Kopf in den Sand stecken, denn auch wenn das berühmteste aller Potenzmittel keine Wirkung erzeugt, gibt es immer noch genügend Alternativen, die zum Erfolg verhelfen können.